Brain Breaks sind geistige und körperliche Aktivitäten, die eine Konzentrationsphase unterbrechen – sie können entspannen oder neue Energie geben (Mentally Healthy Schools). Das Glücksrad macht daraus ein kleines Event: Die Klasse schaut beim Drehen zu, das Rad wählt die Aktivität, und die Schüler können so mitmachen, wie es für sie passt.
Was ist dieses Glücksrad?
Es ist ein Zufallsgenerator für Aktivitäten im Klassenzimmer. Das Rad zeigt eine Auswahl kurzer Aktivitäten – Dehnübungen, Bewegung, Atemübungen, schnelle Spiele. Du drehst, es landet auf einer, und die Klasse macht sie gemeinsam.
Außerdem musst du nicht spontan entscheiden. Das Rad wählt aus. Du leitest die Pause.
Aktivierend oder beruhigend?
Versuch, die Aktivität an Stimmung und Situation anzupassen (Mentally Healthy Schools):
- Klasse ist müde? Probier eine Bewegungspause.
- Klasse ist überdreht? Probier eine ruhige, langsame Aktivität.
- Klasse ist unkonzentriert? Probier ein Hör- oder Konzentrationsspiel.
So nutzt du das Brain-Break-Glücksrad
In drei Schritten zur Pause
Schritt 1: Check die Aktivitäten
Schau dir die Optionen vor der ersten Drehung an. Berücksichtige den Platz, den du hast, die erlaubte Lautstärke und die Bedürfnisse deiner Schüler. Biete eine Alternative im Sitzen oder ohne Bewegung an und lass Schüler Übungen auslassen, die nicht zu ihnen passen.
Schritt 2: Dreh das Rad
Zeig das Rad so, dass die ganze Klasse es sieht, und lass einen Schüler auf Drehen tippen. Das Ergebnis mitzuverfolgen ist schon der halbe Spaß.
Schritt 3: Mach die Pause
Lies das Ergebnis vor, leite die Aktivität an und halte sie kurz. Dann geht's zurück zum Unterricht.
Beispiel: Wenn „Eine Form zeichnen“ als Ergebnis kommt, lass die Schüler eine Spirale in die Luft malen oder auf Papier skizzieren. Nutz euer vereinbartes Signal, um die Pause zu beenden.
Wann eine Pause sinnvoll ist
Denk an eine Pause zwischen zwei Aufgaben oder nach längerem Sitzen. Lehrkräfte achten oft auf Anzeichen wie diese (YesNoWheelPicker):
- Zappeln und Hin-und-her-Rutschen
- Abschweifende Blicke und langsame Reaktionen
- Dieselbe Frage, dreimal gestellt
Pausen passen gut zwischen zwei Fächer oder nach langen Sitzphasen – bei jüngeren Kindern etwa jede Stunde oder je nach Alter auch öfter (Mentally Healthy Schools).
Ideen für deine nächste Pause
Diese Vorschläge für angeleitete Pausen eignen sich für eine kurze Pause am Platz. Pass sie an deinen Raum und deine Schüler an.
Bewegungsideen
- Handmuster-Challenge. Zeig ein kurzes Fingermuster. Die Schüler machen es in ihrem eigenen Tempo nach.
- Formen auf kleinem Raum. Große Formen in die Luft zeichnen, ohne den eigenen Platz zu verlassen.
- Zählen und bewegen. Laut bis zwanzig zählen und bei jeder Zahl eine sanfte Bewegung machen.
- Pose einfrieren. Ruf eine Pose aus – Baum, Rakete, Brücke. Fünf Sekunden halten.
Ruhige Aktivitäten
- Wesen in einem Strich. Ein Fantasiewesen zeichnen, ohne den Stift abzusetzen.
- Stille Farbjagd. Drei Gegenstände in einer Farbe finden, ohne vom Platz aufzustehen.
- Dehnen in Zeitlupe. Mit halber Geschwindigkeit nach oben strecken und nach vorne beugen, dabei gleichmäßig atmen.
Hör- und Konzentrationsspiele
- Rückwärts zählen. Als Klasse von 100 in Siebenerschritten rückwärts zählen.
- Mach's nach. Ein Schüler gibt einen langsamen Rhythmus vor; die Klasse macht mit, bis das Signal kommt.
- Was wäre dir lieber? Eine lockere Frage, Abstimmung per Daumen.
Optionen im Sitzen
Manche Schüler können nicht auf die gleiche Weise stehen oder sich bewegen. Halte Alternativen bereit: Schulterkreisen, Atemübungen, Fingerdehnen oder eine Zeichenaufgabe. Ein Erwachsener sollte sicherstellen, dass jede Aktivität für alle im Raum passt.
Zurück zum Unterricht
Eine Pause funktioniert nur, wenn der Unterricht danach wieder startet. Probier diese Routine:
- Erklär das Stoppsignal vor dem Start. Sag der Klasse, was passiert, wenn das Signal ertönt.
- Nutz jedes Mal dasselbe Signal. Ein Klang, ein Countdown, ein Satz – entscheide dich für eins und bleib dabei.
- Ruhig beenden. Beende die Aktivität beim Signal und gib eine klare Anweisung für den Wiedereinstieg in den Unterricht.
- Übe die Routine früh im Schuljahr. Eine eingeübte Rückkehr macht künftige Pausen entspannter.